Schokolonialismus
Sarotti in Tempelhof
Tempelhof Museum, Berlin
2025












Kuration:
Marie Becker, Hanna Feesche, Johanna Strunge
Ausstellungsgestaltung und Realisierung:
Franke | Steinert
Ausstellungsbilder:
Franke | Steinert
Kaum ein Lebensmittel ist so beliebt wie Schokolade. Ihre Verbreitung ist eng mit der Expansion des Deutschen Kaiserreiches und wachsenden globale Warenströmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Hinter dem wirtschaftlichen Erfolg steht eine oft vergessene Geschichte von Gewalt und Ausbeutung.
150 Jahre lang war Berlin die Schokoladenhauptstadt Deutschlands. Seit 1913 produzierte Sarotti in der Tempelhofer Teilestraße, einst eine der größten Schokoladenfabriken der Welt, täglich bis zu 300.000 Schokoladentafeln. Ein Blick auf das Unternehmen offenbart die kolonialen Verstrickungen am Industriestandort Tempelhof.
Die Ausstellung thematisiert rassistische Werbestrategien Sarottis, die Folgen des täglichen Konsums und die Kontinuitäten kolonialer Ausbeutungsmechanismen.
